Interview mit Social Media Experte Klaus Eck

Im Rahmen des Social Media Seminars, das synalis am 12. April 2011 für Interessenten aus dem Bonner Raum veranstaltet hatte, haben wir ein Interview mit Klaus Eck geführt. Hier lesen Sie seine Antworten zu unseren Fragen:
 
In welchem Umfang kann Social Media im B-to-B-Bereich genutzt werden?
Häufig wird mir die Frage gestellt, ob Social Media im B-to-B- Bereich überhaupt Sinn macht. Die Frage sollte eher lauten, was passiert, wenn man sich dort nicht engagiert. Und meine Antwort lautet: Social Media wird mit oder ohne Sie stattfinden, denn Ihre Stakeholder nutzen es bereits und verbreiten Meldungen über Sie. Ich finde, es gibt inzwischen gute Beispiele für die Firmendarstellung in Xing, Facebook. Twitter und Co. Viele B-to-B-Unternehmen, Bsp. Bayer, nutzen diese Plattformen für ihre Rekrutierung von Mitarbeitern. Aber auch im Bereich Marketing, Vertrieb und Kundenservice gibt es gute Beispiele, wie das der Krones AG.
 
Wann ist ein Social Media Engagement erfolgreich?
Am erfolgreichsten ist ein Engagement sicherlich, wenn man sich vor dem Auftritt in den sozialen Medien eine gute Strategie überlegt. Dazu gehört eine klare Zielsetzung (Was?), eine Bestandsaufnahme in Form eines Monitorings (Mit welchen Themen, wen und wo?) und ein Umsetzungsplan mit den erforderlichen Ressourcen (Wie?). Die Unternehmen, die sich eindeutig mit ihren Lösungen oder Produkten positioniert haben, gewinnen gegenüber dem Wettbewerb.
 
Wie kann man Social Media regional nutzen?
Stellen Sie bei Ihren Auftritten und Angeboten immer wieder den regionalen Bezug her, beispielsweise bei Veranstaltungshinweisen. So können Sie Ihre Bekanntheit in der Region in Verbindung mit Ihren Themen deutlich steigern.
 
Wie vertragen sich die privaten Themen der Mitarbeiter mit den beruflichen Themen?
Die privaten und beruflichen Themen der Mitarbeiter eines Unternehmens vertragen sich gut, wenn ein paar Spielregeln beachtet werden. Zunächst einmal sollten Sie in einer Policy oder Guideline die für Ihr Unternehmen festgelegten Spielregeln festhalten. Diese sollten nicht restriktiv sein, sondern dazu anregen, sich Gedanken zu machen, wie man sich persönlich auch in der Öffentlichkeit darstellen will. Bei Äußerungen zur Firma sollte immer klar werden, dass es sich dabei um die eigene Meinung handelt. Wenn Ihre Mitarbeiter Banalitäten austauschen, schadet das Ihrem Unternehmen in keiner Weise. Ganz im Gegenteil, es unterstreicht Ihre Glaubwürdigkeit und schafft Vertrauen.
 
Wir danken Herrn Eck für die Zustimmung zur Veröffentlichung.